Zuletzt aktualisiert: 28. Oktober 2026

Maschinenschraubstock: Bauarten, Backenbreite und sicheres Spannen an der Bohrmaschine

Ein Maschinenschraubstock hält das Werkstück unter der Bohrmaschine fest, damit der Bohrer es nicht mitreißt. Für die übliche Tisch- oder Säulenbohrmaschine im Heimwerkerkeller passt ein flacher Bohrmaschinen-Schraubstock mit 80 bis 100 mm Backenbreite und Prismen für Rundmaterial. Entscheidend ist weniger die Marke als drei Dinge: Er muss auf Ihren Bohrtisch passen, er muss dort festgeschraubt oder gegen Verdrehen abgestützt sein, und unter dem Werkstück braucht der Bohrer Platz zum Austreten.

💡 Wichtiges im Überblick

  • Die DGUV schreibt in ihrer Information „Sicheres Bohren“ (202-068, Stand 01/2023): Werkstück gegen Mitdrehen sichern, zum Beispiel mit dem Maschinenschraubstock. Handschuhe sind an der Bohrmaschine tabu.
  • Die Backenbreite richtet sich nach dem Bohrtisch. Ein Röhm BSH Größe 3 mit 100 mm Backen ist 175 mm breit und 273 mm lang, auf einem 235 × 220 mm kleinen Tisch wird das schon knapp.
  • Die T-Nut des Tisches bestimmt die Befestigung: 12-mm-Nut heißt Nutenstein mit M10, 14-mm-Nut heißt M12 (DIN 508).
  • Der Schraubstock frisst Bohrhub und Arbeitshöhe. Der Röhm BSH 3 baut 57 mm hoch, bei 65 mm Pinolenhub einer kleinen Säulenbohrmaschine spielt das eine Rolle.
  • Kreuztisch- und Präzisionsschraubstöcke lohnen sich nur für genaue Lochbilder oder die Fräse, nicht für das normale Bohren im Keller.

Was einen Maschinenschraubstock vom Bankschraubstock unterscheidet

Der Bankschraubstock sitzt fest an der Werkbank und hält beim Feilen, Sägen und Biegen. Der Maschinenschraubstock ist flach, wird auf den Tisch einer Maschine gelegt oder geschraubt und hält Teile senkrecht unter dem Bohrer oder Fräser.

Man sieht den Unterschied sofort. Ein Bankschraubstock hat hohe Backen, einen massigen Körper und oft einen Amboss, damit Sie darauf klopfen können. Ein Bohrmaschinen-Schraubstock ist dagegen eine flache Gussplatte mit zwei niedrigen Backen, einer Spindel und seitlichen Langlöchern zum Festschrauben. Der Röhm BSH Größe 3 hat zum Beispiel nur 25 mm Backenhöhe, der Wabeco-Maschinenschraubstock mit gleicher Backenbreite 29 mm. Mehr braucht es unter der Bohrmaschine nicht, denn dort drückt der Bohrer von oben und dreht. Er hebelt nicht seitlich wie eine Feile.

Umgekehrt taugt der Maschinenschraubstock nicht als Ersatz für den Schraubstock an der Bank. Wer darauf Bleche abkantet oder mit dem Hammer arbeitet, ruiniert die Führung, und für Feilarbeiten liegt das Teil viel zu tief. Wie Sie einen richtigen Bankschraubstock montieren, steht in unserem Ratgeber Schraubstock befestigen.

Bauarten und wofür sie taugen

Für die Tischbohrmaschine reicht der einfache Bohrmaschinen-Schraubstock. Schnellspann-Modelle sparen Zeit bei Serien, Kreuztisch-Schraubstöcke erlauben genaues Versetzen, Präzisionsschraubstöcke gehören auf die Fräse.

Bauart Typischer Einsatz Stärken Schwächen
Bohrmaschinen-Schraubstock (flacher Guss, Spindel) Tisch- und Säulenbohrmaschine, Bohrständer flach, preiswert, Prismen für Rundmaterial, Langlöcher zum Festschrauben Führung mit etwas Spiel, Backen nicht immer exakt parallel
Schnellspann-Schraubstock viele gleiche Teile, Holz und Kunststoff bewegliche Backe lässt sich ohne Kurbeln verschieben, nur das letzte Stück wird gespannt leichtere Bauweise, weniger Spannkraft bei Stahl
Kreuztisch-Schraubstock (zwei Achsen) Lochreihen, Langlöcher, leichtes Fräsen Werkstück lässt sich in X und Y kurbeln, ohne neu zu spannen baut hoch und nimmt Bohrhub weg, preiswerte Modelle haben Spiel in den Schlitten
Winkel- oder Kipp-Schraubstock Schrägbohrungen Werkstück lässt sich anstellen statt den Bohrtisch zu kippen weniger steif, Winkelskala nur grob
Präzisions- oder NC-Schraubstock Fräsmaschine, genaues Arbeiten in Metall geschliffene Flächen, starke Spannkraft, wiederholgenau schwer und teuer, für reines Bohren überdimensioniert

Im Keller mit einer Tischbohrmaschine bohren Sie Winkel, Flachstahl, Rohrstücke, Holzleisten und Kunststoffplatten. Dafür ist der flache Bohrmaschinen-Schraubstock gemacht. Achten Sie auf Prismen in der festen Backe: Der Röhm BSH 3 hat drei senkrechte und ein waagerechtes Prisma, der Wabeco 40527 je ein waagerechtes und ein senkrechtes. In einer senkrechten Kerbe steht ein Rundstab oder ein Rohr aufrecht und dreht sich nicht weg, in der waagerechten liegt es quer und lässt sich anbohren, ohne dass es rollt.

Bohrmaschinen-Schraubstöcke mit 80 bis 100 mm Backenbreite

Röhm 7196 Bohrmaschinen-Schraubstock BSH, Größe 3, 100 mm Backenbreit, Qualitäts-HeimwerkerausführungRÖHM Bohrmaschinen-Schraubstock DPV Gr.2 Backenbreite 100 mmwolfcraft Maschinenschraubstock mit Schnellverstellung - 80 mm Backenbreite | Bohrständer-Zubehör aus Grauguss, 200 kg Spannkraft, V-Nut für Rundmaterial, robuste Trapezspindel, 6171000wolfcraft Universal-Schraubstock - 100 mm Maschinenschraubstock | Schnellverstellung, 100 mm Spannweite, horizontale/vertikale V-Nuten, ideal für Bohrständer & Werkbänke, 200 kg Kraft 3410000
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Welche Backenbreite zu Ihrem Bohrtisch passt

Messen Sie zuerst Ihren Bohrtisch. Der Schraubstock sollte mit seinem Körper komplett aufliegen und sich trotzdem einige Zentimeter verschieben lassen. Bei Tischen um 220 mm Breite passen 63 bis 80 mm Backen, ab etwa 250 mm Tischbreite 100 mm.

Die Backenbreite allein sagt wenig über die Außenmaße. Beim Röhm BSH 3 mit 100 mm Backen ist der Grundkörper 175 mm breit und 170 mm lang, mit Spindel und Kurbel kommt er auf 273 mm. Diese Zahlen sollten Sie gegen den Tisch halten, nicht die Backenbreite. Auf der Grundplatte einer Bosch PBD 40 (330 × 350 mm) hat ein solcher Schraubstock reichlich Platz. Auf dem Tisch einer kleinen Säulenbohrmaschine wie der Optimum D 17Pro (235 × 220 mm) bleibt in der Breite gerade noch je ein Fingerbreit Luft.

Die folgende Tabelle verbindet die Herstellerdaten der Optimum-Baureihe mit der passenden Nutenstein-Größe nach DIN 508. Die Spalte rechts ist unsere Empfehlung als Richtwert, kein Herstellerwert.

Bohrmaschine (Beispiel) Tisch L × B T-Nut Nutenstein nach DIN 508 Pinolenhub Sinnvolle Backenbreite (Richtwert)
Optimum D 17Pro 235 × 220 mm 12 mm M10 65 mm 63 bis 80 mm
Optimum D 23Pro 280 × 245 mm 12 mm M10 80 mm 80 bis 100 mm
Optimum D 26Pro 330 × 290 mm 14 mm M12 85 mm 100 mm
Optimum D 33Pro 475 × 425 mm 14 mm M12 120 mm 100 bis 150 mm
Bosch PBD 40 (Grundplatte) 330 × 350 mm keine T-Nut angegeben Befestigung je nach Platte prüfen 90 mm 80 bis 100 mm

Ein größerer Schraubstock ist nicht automatisch besser. Jedes Kilo mehr müssen Sie beim Umsetzen heben, und ein Schraubstock, der über die Tischkante hängt, liegt nicht mehr satt auf. Die Spannweite ist dagegen selten das Problem: 90 mm beim Röhm BSH 3 und 100 mm beim Wabeco reichen für fast alles, was man an einer Tischbohrmaschine überhaupt bohrt.

Durchgerechnetes Beispiel: passt der Schraubstock, und reicht der Hub?

Angenommen, Sie haben eine Säulenbohrmaschine mit 235 × 220 mm Tisch, 12-mm-T-Nuten und 65 mm Pinolenhub, also die Daten der Optimum D 17Pro. Sie überlegen, einen Röhm BSH 3 mit 100 mm Backen zu kaufen.

  1. Breite prüfen. Grundkörper 175 mm, Tisch 220 mm. Es bleiben 45 mm, also gut 2 cm je Seite. Das passt, aber zum Ausrichten unter dem Bohrer haben Sie kaum Spielraum.
  2. Länge prüfen. Grundkörper 170 mm auf 235 mm Tischlänge, die Spindel mit Kurbel steht darüber hinaus. Das ist normal und unkritisch, solange beide Langlöcher über dem Tisch liegen.
  3. Befestigung festlegen. 12-mm-T-Nut bedeutet Nutensteine mit M10. Dazu passen zwei Stiftschrauben M10 mit Unterlegscheibe und Mutter oder ein fertiges Spannpratzen-Set für 12 mm/M10.
  4. Höhe und Hub prüfen. Der Schraubstock baut 57 mm hoch. Sie wollen ein 40 mm hohes Flachstahlstück 30 mm tief bohren. Den Tisch stellen Sie so ein, dass die Bohrerspitze in Ruhestellung knapp über dem Werkstück steht. Von den 65 mm Hub brauchen Sie dann 30 mm für die Bohrtiefe plus einige Millimeter Anlauf. Das geht in einem Zug.

Ergebnis: Der 100er passt, ist aber die Obergrenze. Wer an dieser Maschine öfter den Schraubstock verschiebt, ist mit 80 mm Backenbreite besser bedient. Ab einer Maschine in der Größe der D 23Pro ist der 100er die bessere Wahl.

So spannen Sie den Schraubstock sicher auf den Bohrtisch

Für größere Bohrer und alles in Stahl wird der Schraubstock mit Nutensteinen und Schrauben auf dem Tisch festgeschraubt. Für kleine Löcher in Holz oder Kunststoff reicht es, ihn so gegen die Säule oder einen Anschlag laufen zu lassen, dass er sich nicht mitdrehen kann.

Die Gefahr ist schnell erklärt. Hakt der Bohrer beim Durchbruch, überträgt er das volle Drehmoment auf das Werkstück. Ist es nicht gesichert, dreht sich Werkstück samt Schraubstock mit, und die scharfe Kante trifft Ihre Hand. Die DGUV fasst das in ihrer Information „Sicheres Bohren“ in einem Satz zusammen: Sichere dein Werkstück gegen Mitdrehen, zum Beispiel mit dem Maschinenschraubstock. Der Schraubstock selbst muss dann aber auch gesichert sein, sonst haben Sie das Problem nur eine Ebene tiefer verlegt.

Festschrauben mit Nutensteinen

  1. Nutgröße messen. Breite der T-Nut oben am Schlitz messen, meist 12 oder 14 mm. Daraus folgt nach DIN 508 das Gewinde: 12 mm M10, 14 mm M12, 10 mm M8.
  2. Nutensteine einschieben. Je ein Nutenstein unter jedes Langloch des Schraubstocks. Bei diagonal angeordneten Nuten wie bei der Optimum-Reihe den Schraubstock so drehen, dass beide Langlöcher über einer Nut liegen.
  3. Stiftschrauben eindrehen. Die Schraube muss durch Langloch und Unterlegscheibe reichen und mit der Mutter mindestens volle Gewindelänge fassen. Zu lange Schrauben ragen aus der Mutter und stören, zu kurze reißen beim Anziehen aus.
  4. Ausrichten, dann anziehen. Bohrer ins Futter, Spitze auf den Körnerpunkt eines eingespannten Probestücks absenken, erst dann beide Muttern abwechselnd festziehen.

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Wenn der Schraubstock lose liegen bleibt

Viele Heimwerker lassen den Schraubstock lose auf dem Tisch, weil sie ihn ständig verschieben. Als Faustregel aus der Praxis geht das für Bohrungen bis etwa 6 mm in Holz und Kunststoff, wenn der Schraubstock beim Mitreißen sofort an einem festen Punkt anschlägt. Die Spindel dreht von oben gesehen im Uhrzeigersinn. Legen Sie den Schraubstock deshalb so, dass sein langes Ende gegen die Säule oder einen auf dem Tisch verschraubten Anschlag läuft, sobald er mitgenommen wird. Halten mit der Hand ist keine Sicherung. Bei Stahl, bei Bohrern ab 8 mm und bei Senkern wird festgeschraubt.

Typischer Fehler

Ein dünnes Blech oder ein Flachstahl wird flach auf den Boden des Schraubstocks gespannt und durchgebohrt. Kurz vor dem Durchbruch greift der Bohrer, zieht das Material nach oben aus den Backen und bohrt sich gleichzeitig in den Schraubstockboden. Das Werkstück dreht sich auf dem Bohrer wie ein Propeller. Abhilfe: zwei gleich hohe Parallelunterlagen unter das Werkstück, so dass der Bohrer zwischen ihnen austritt, oder bei Blech ein Restholz darunter. Den Vorschub kurz vor dem Durchbruch deutlich zurücknehmen.

Werkstücke richtig spannen

Das Werkstück muss plan aufliegen, zwischen glatten Flächen der Backen sitzen und unter der Bohrstelle frei sein. Rundes gehört ins Prisma, Weiches zwischen Schutzbacken, Dünnes auf Unterlagen.

Ein paar Regeln aus der Praxis, die sich bewährt haben:

  • Hoch spannen statt tief. Das Werkstück so spannen, dass es möglichst breit an beiden Backen anliegt. Sitzt nur eine Ecke zwischen den Backen, kippt es beim Anbohren.
  • Nicht in den Schraubstock bohren. Bei Durchgangslöchern immer prüfen, wo der Bohrer austritt. Der Wabeco 40527 hat dafür eine offene Grundplatte, bei geschlossenen Böden helfen Parallelunterlagen.
  • Rohre ins senkrechte oder waagerechte Prisma. Ein Rohr zwischen glatten Backen hat nur zwei Linienkontakte und dreht sich weg. Im Prisma liegt es an drei Linien und bleibt.
  • Holz und Aluminium schützen. Aufsteckbare Schutzbacken aus Kunststoff oder Aluminium verhindern Abdrücke. Ein Stück Sperrholz auf jeder Seite tut es zur Not auch.
  • Lange Teile abstützen. Ragt ein Flachstahl weit aus dem Schraubstock, legen Sie das freie Ende auf einen Klotz in gleicher Höhe. Sonst hebelt das Gewicht das Teil schräg.

Zur Sicherheit am Bohrtisch gehört mehr als der Schraubstock. Die DGUV nennt in derselben Information ausdrücklich: keine Handschuhe und keine Accessoires tragen, Schutzbrille auf, und den Bohrfutterschlüssel direkt nach dem Spannen abziehen. Lange Haare gehören zusammengebunden, Ärmel eng. Ein Handschuh, den der drehende Bohrer erfasst, zieht die Hand mit, bevor Sie den Schalter erreichen.

Wann sich ein Kreuztisch oder Präzisionsschraubstock lohnt

Ein Kreuztisch-Schraubstock lohnt sich, wenn Sie regelmäßig mehrere Löcher in genauem Abstand bohren oder kleine Nuten fräsen wollen. Für einzelne Bohrungen ist er umständlicher und nimmt Hub weg.

Die Entscheidung fällt leichter mit ein paar klaren Fällen:

  • Wenn Sie überwiegend einzelne Löcher in Holz, Flachstahl und Winkel bohren, dann reicht ein flacher Bohrmaschinen-Schraubstock mit 80 bis 100 mm Backen.
  • Wenn Sie oft dieselben Teile in Serie bohren, dann lohnt ein Schnellspann-Modell und ein auf dem Tisch verschraubter Anschlag, an den jedes Teil gleich angelegt wird.
  • Wenn Sie Lochreihen mit genauem Abstand brauchen, etwa für Lochbleche oder Halterungen, dann ist ein Kreuztisch eine Überlegung wert. Prüfen Sie vorher, ob nach Abzug seiner Bauhöhe noch genug Abstand zwischen Tisch und Bohrfutter bleibt.
  • Wenn Sie eine Fräse oder eine Bohr-Fräsmaschine haben, dann gehört ein Präzisionsschraubstock mit geschliffenen Flächen darauf. Unter einer Baumarkt-Tischbohrmaschine verschenken Sie dessen Genauigkeit.
  • Wenn Sie nur gelegentlich mit dem Akkuschrauber im Bohrständer arbeiten, dann genügt ein leichter Schraubstock mit 60 bis 80 mm Backen, den Sie mit zwei Zwingen am Fuß des Ständers fixieren.

Unsere Empfehlung

Für die meisten Heimwerker mit Tisch- oder kleiner Säulenbohrmaschine ist ein flacher Bohrmaschinen-Schraubstock aus Guss mit 100 mm Backenbreite und Prismen die richtige Wahl, dazu ein Spannpratzen-Set passend zur T-Nut. Bei Tischen unter 250 mm Breite nehmen Sie 80 mm.

Ein Modell wie der Röhm BSH 3 oder der Wabeco 40527 deckt damit fast alles ab, was im Keller und in der Garage gebohrt wird. Gussausführungen mit 3 bis 4 kg liegen ruhiger auf dem Tisch als leichte Blechkonstruktionen und lassen sich trotzdem mit einer Hand umsetzen. Investieren Sie das gesparte Geld lieber in zwei Parallelunterlagen und einen Satz Schutzbacken als in einen Kreuztisch.

Nicht lohnen sich ein Präzisions- oder NC-Schraubstock für eine reine Bohrmaschine, ein Kreuztisch, wenn der Pinolenhub ohnehin knapp ist, und ein Maschinenschraubstock als Ersatz für den Bankschraubstock. Wer an der Werkbank feilt, sägt und biegt, braucht dafür einen eigenen Parallelschraubstock. Was Sie bei dessen Kauf beachten sollten, steht im Ratgeber Schraubstock kaufen.

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Häufige Fragen

Kann ich einen normalen Schraubstock unter die Bohrmaschine legen?

Für einzelne kleine Bohrungen in Holz geht das notfalls. Ein Bankschraubstock ist aber hoch, kippelig auf dem Bohrtisch und hat meist keine Langlöcher zum Festschrauben. Er nimmt zudem viel Arbeitshöhe weg. Ein flacher Bohrmaschinen-Schraubstock ist die sicherere Lösung.

Muss der Maschinenschraubstock immer festgeschraubt werden?

Bei Stahl, größeren Bohrern und Senkern ja. Bei kleinen Bohrungen in Holz oder Kunststoff reicht es, wenn er beim Mitdrehen sofort gegen Säule oder Anschlag läuft. Mit der Hand festhalten ist keine Sicherung.

Welche Nutensteine brauche ich für meinen Bohrtisch?

Messen Sie die Breite der T-Nut. Nach DIN 508 gehören zu 10 mm Nutensteine mit M8, zu 12 mm M10 und zu 14 mm M12. Bei Bohrtischen ohne T-Nut, nur mit Langlöchern, passen Schlossschrauben mit großer Unterlegscheibe.

Wie breit sollten die Backen für eine Tischbohrmaschine sein?

Für die meisten Tischbohrmaschinen 80 bis 100 mm. Entscheidend sind die Außenmaße des Schraubstocks gegenüber dem Bohrtisch. Ein 100er-Modell kann einschließlich Spindel über 27 cm lang sein.

Wozu sind die Kerben in den Backen?

Das sind Prismen für Rundmaterial. In der senkrechten Kerbe steht ein Rohr oder Rundstab aufrecht, in der waagerechten liegt er quer. Beides verhindert, dass das runde Teil beim Anbohren wegrollt oder sich dreht.

Quellen

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